SYSTEMISCHE PSYCHOTHERAPIE

Die Systemische Psychotherapie (auch systemische Familientherapie) ist eine von 22 derzeit in Österreich anerkannten Psychotherapiemethoden (Status April 2018).

Aus meiner Sicht zeichnet die systemische Psychotherapie aus, dass der Mensch immer in seinem Lebensumfeld gesehen wird. Der Blick fällt nicht auf die einzelne Person, die ein (ihr eigenes) Problem hat. Unsere Identität, unser Verhalten und Gefühlsleben hängen unmittelbar von den sozialen Systemen ab, zu denen wir uns zugehörig fühlen. Und wir bewegen uns in unterschiedlichen Systemen (Familie, Freunde, Arbeit, ...). Der erweitere Fokus auf diese Beziehungen ermöglicht andere Sichtweisen als die Betrachtung der Einzelperson.

Als Lebewesen stellen wir zudem selbst ein bio-psycho-soziales System dar und haben in uns unterschiedliche Anteile mit unterschiedlichen Bedürfnissen. In der Therapie geht es auch darum, diese unterschiedlichen Anteile und Bedürfnisse zu erkennen und zu integrieren. Die Grundhaltung der systemischen Familientherapie ist lösungs- und ressourcenorientiert. Das heißt, dass das Problem immer nur in Bezug auf eine gewünschte Lösung beleuchtet wird. Dabei geht die systemische Therapie immer davon aus, dass jeder Mensch die nötigen Fähigkeiten in sich trägt, um sich vollständig zu entfalten und seine Probleme zu lösen, selbst wenn man vorübergehend keinen (vollständigen) Zugang zu diesen Kompetenzen hat. In der (Wieder)erlangung dieser Lösungsfähigkeiten unterstütze ich Sie im Laufe des Therapieprozesses.

Eigene „Wirklichkeiten“ und „Wahrheiten“, die manchmal auch einschränken, werden neugierig und immer wertschätzend in Frage gestellt, um so auch andere Sichtweisen zu ermöglichen.