EINZEL-, PAAR- ODER FAMILIENTHERAPIE

Einzeltherapie

Sinnvollerweise werden vor allem Themen, die man als Einzelperson lösen kann und die im eigenen Einflussbereich liegen, auch in Einzeltherapie besprochen. Manchmal kann es allerdings durchaus auch hilfreich sein, das Setting zu erweitern und beispielsweise andere Familienmitglieder oder die PartnerIn in die Therapie mit einzubeziehen – das kann auch für einzelne Stunden gelten. Selbstverständlich geschieht das in Absprache mit Ihnen und nur nach Klärung, welche Themen dabei angesprochen werden dürfen.

Paartherapie

ist dann sinnvoll, wenn Fragen der Beziehung geklärt werden sollen. Dazu wird ein sicherer Rahmen geschaffen, in dem beide PartnerInnen ihre Wünsche und Bedürfnisse formulieren können und ehrlich miteinander reden. Meine Rolle als Therapeutin ist großteils die einer Moderatorin, die Struktur und Sicherheit gibt. Manchmal agiere ich aber auch wie eine Art Übersetzerin, gebe Rückmeldung über beobachtbare Kommunikationsmuster oder mache auf Themen aufmerksam, die im Beziehungsalltag untergehen. Meine Aufgabe als Therapeutin ist es, beiden (unterschiedlichen) Sichtweisen Aufmerksamkeit zu schenken und nicht als Schiedsrichterin, die urteilt oder entscheidet, wer mehr Recht hat, aufzutreten. Auf Wunsch biete ich mit einem Kollegen Paartherapie an – damit werden unterschiedliche Qualitäten in die Paartherapie eingebracht. Und für viele Paare ist es angenehmer, wenn „männliche“ und „weibliche“ Sichtweisen ausgeglichen verteilt sind.

Familientherapie

bietet sich für Konflikte innerhalb eines Familiensystems an. Konflikte werden dabei manchmal sehr offen gelebt, häufig gibt es auch Konflikte, bei denen still gelitten wird, die nicht offen angesprochen werden können. Auch bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, kann es sinnvoll sein, das Familiengefüge und die Beziehungen innerhalb der Familie nochmals zu klären. Es ist mir wichtig zu erwähnen, dass es sich nicht gleich um „kranke“ oder „kaputte“ Familien handelt, sondern dass es meistens nur kleiner Veränderungen bedarf, die das Familienleben für alle Beteiligten wieder angenehmer macht. Häufig sind es Dinge, die im Familienalltag übersehen werden, nötige Anpassungen an die Weiterentwicklung (das „Älterwerden“) der ganzen Familie, die noch nachgezogen werden müssen. Dabei ist es selten notwendig, dass alle Familienmitglieder miteinbezogen werden. Meistens reicht es, wenn die Betroffenen gemeinsam in die Therapiesitzung kommen. Alterseingrenzungen gibt es generell keine, die Sinnhaftigkeit einer Familientherapie werden wir gemeinsam klären.